Paperback writer oder Schreib – Blog – ade

Na endlich – wieder zu Hause angekommen. Gestern im Zug bin ich meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: Leute gucken! Familien so um die 40, er keine Lust mehr auf sie, sie hört Musik, die Kinder spielen Nintendo und/oder mit dem Tablet-PC. Dank sei Apple. A apple a day keeps the doctor away. Zumindest der, der mich von Kindergequake heilen könnte. Denn die Kinder waren sehr still. Leiser als die Kinder, die hinter mir ständig mit ihrer Mutter reden müssen, das neue Spiel erklären und über Gott und die Welt diskutieren müssen. Ich habe nichts gegen Kinder, ich mag sie, aber bei fremden ist es immer so eine Sache, zumal ich im Zug immer gerne meine  Ruhe habe. Also ich habe keine, oder besser gesagt, noch keine. Ich wünsche mir welche, aber zurzeit fehlt der Partner. Und ob derjenige, den ich gut finde, mich und meinen Wunsch auch gut findet, weiß ich nicht. Auf jeden Fall kriege ich in seiner Gegenwart weiche Knie, drohe vor Hormonschüben ohnmächtig zu werden und quassel Unsinn. Irgendwie mache ich ab dem Moment, ab dem ich merke, dass ich verliebt bin, alles falsch, benehme mich so, als sei ich nicht verliebt, sondern einfach nur bescheuert.

Naja, weiter zur Zugfahrt:

Also die Kinder hinter mir waren sehr agil. Der Junge fragte sogleich seinen bislang unbekannten Sitznachbarn, ob er ihm nicht die Gitarre und seiner Schwester die Geige hochstellen könne. Bei mir im Kopf hörte ich laut die Stimme: „Ja, bitte, stell diese Folter – Instrumente bitte sofort hoch auf die Ablage und zwar so, dass keiner der beiden Quälgeister auf die Idee kommt, während der noch zweistündigen Zugfahrt, die Passagiere mit handgemachter Musik zu unterhalten. Danach holte der Junge sein Klötzchenspiel zur Förderung der geometrischen Grundvorstellung heraus und lehrte den Mann neben ihm, wie man am besten die Bildchen nachbaut. Dann fielen ein paar Türmchen mit Krach runter, alles musste kommentiert werden, bis die Steine wiedergefunden wurden.

Ach ja, wie ich solche Situationen im Zug liebe…

2 thoughts on “Paperback writer oder Schreib – Blog – ade

  1. Danke für deinen Kommentar auf meinem Blog. Wie hast du mich gefunden?
    Gerne las ich deine Zeilen. Hab das Gefühl durch deine Augen zu schauen. Das ist Leben.
    Gerne lese ich mehr.🙂

    • Danke🙂 Ich habe dich über „Themen durchforschen“ und den Suchbegriff „Liebe“ gefunden. Deine Zeilen berührten mich und ich wurde innerlich ruhig. Ich habe das Gefühl, dass die Liebe, die ich zurzeit erleben darf, unabhänig von gesellschaftlichen und beruflichen Zwängen ist, sondern autark; sie lässt sich nicht davon verändern oder zerstören. Das gibt mir Mut.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s