Ich glaube, ich bin im Irrenhaus

Mama Mia – Ich bin doch nicht die Mutti

Also an manchen Tagen möchte man einfach nur schreien. Heute morgen fing eigentlich alles sehr gut an. Die Sonne schien, es war nicht zu heiß – ich liebe solche Morgen, frische, kühle Luft mit einem Hauch von Sonnenschein.

Ich nutzte die Gelegenheit, um im neuen ECO-Waschsalon die Happy Hours von 6-10h zu nutzen und meine Kochwäsche für 2,5€ zu waschen. Einfach herrlich und vor allem auch super witzig. Was man da für Menschen trifft. Einer zum Beispiel kam mit seinem Wäschekorb an, von dem ich erst dachte, wieso bringt der seine bereits gewaschene Wäsche mit. Er muss sie zuvor gemangelt haben. Wirklich – ein Handtuch über dem nächsten, exakt Kante auf Kante zusammengelegt. Eines nach dem nächsten nahm er von dem Stapel ab und legte es dann in die Waschmaschine. Köstlich!!!

Naja, vielleicht tue ich dem Mann jetzt Unrecht und er wusch nur seine neugekauften Handtücher und Bettbezüge. Aber 3 Maschinen voll???

Dann waren da noch zwei ältere Damen, ca. Mitte bis Ende 60, die dem High-Tec des Waschsalons frönten. Die Anweisungen der Anschlagtafel wurden genau befolgt: Zuerst die Maschine einschalten, dann die Wäsche einfüllen, Türe schließen, Waschmittel einfüllen, 2l Weichspüler eingießen, Geld einwerfen, Programm wählen, Start drücken und dann den letzten Punkt befolgen, indem man den gelben Knopf mit dem Schloss drückt.

Nein, dachte ich nur, wie kann man nur so blöd sein. Die Maschine lief und die Dame drückt den Türöffner. Sie wunderte sich, dass das Programm unterbrochen wurde und die Tür aufging. Köstlich!!!

Über dem Bild der Anweisung stand übrigens „Am Ende…“. Naja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Aber sie haben es dann doch geschafft, das Programm fortzusetzen.

Der Tag, der so witzig begann, wurde schlimmer! Da ich ja meiner Ausbildungssituation geschuldet wieder in einer WG lebe, bin ich die älteste von allen. Zurzeit teile ich mir mit einer 17 – Jährigen und immer noch pubertierenden Mädel die Küche. Die andere Mitbewohnerin ist in der Umzugsphase zu ihrem Freund, deshalb auch nie da. Dann wäre da noch ein anderes Mädel, das aber beruflich auch in den letzten 4 Wochen kaum da war. Eigentlich wäre sie dran mit Spülmittel kaufen, aber wer nie da ist, verbraucht auch nichts. Der letzte Kauf ging auf meine Rechnung. Seit vorgestern haben wir kein Spülmittel mehr und anstatt dass Mrs. Schwepu (Schwer Pubertierend) neues kauft, kocht sie fleißig vor sich hin, fabriziert Aufwasch, lässt ihn in ihrem Zimmer vergammeln oder stellt ihn in die Küche. Na toll!!!

Wenn ich wochenends gemütlich und vor allem SAUBER frühstücken will, steht da das ganze dreckige, stinkige Geschirr!!!

Dilemma für mich. Klar, ich wasch auch nicht immer sofort ab, aber zumindest innerhalb eines Tages, maximal 2 Tage.

Und das mit dem Spüli habe ich so geregelt, dass ich mir mein eigenes gekauft habe. Aber das löst nicht das gesamte Problem.

Wenn Mrs. SchwePu kein Spüli kauft oder gekauft bekommt, wäscht sie auch nicht ab, ergo der  Aufwasch stapelt sich und ich kann nicht gemütlich frühstücken. Das heißt, ich spüle mit meinem Spüli, um nicht im Siff zu ersticken.

Ich bin doch nicht deren Mami!!! Haben diese verzogenen Gören denn nichts alleine gemacht in ihrem Leben.

Wenn sie zur Küche reinkommt, hat sie schon Schiss, dass ich sie ansprechen könnte. (Ich sag‘ aber nichts, das ist meine einzige Chance, sie zu quälen, indem ich es hinauszögere und sie immer im Ungewissen ist.)

Was ist denn bitte so schwer, sich in eine WG miteinzubringen? Mal den Boden zu wischen, den Müll runter zu bringen.

Und ich bin immer noch so blöd und mach alles ordentlich, damit ich ein wenig Gemütlichkeit in der Küche habe.

Ein Mal habe ich die Küche so schön sauber gemacht, gespült alles weggeräumt, um nett zu Abend zu essen. Ich gehe kurz eine Kleinigkeit einkaufen, komme wieder und wer hat die schmutzige Pfanne schon wieder mitten auf die Anrichte gestellt? – Richtig, Mrs. SchwePu. Na toll, alles für den Eimer. Keinen Sinn für Ordnung und Gemütlichkeit, von Rücksichtnahme auf Andere ganz zu schweigen.

Bei so etwas könnte ich kotzen!!! Aber so viel, wie ich kotzen möchte, kann ich gar nicht essen.

Beim nächsten Mal, mache ich die Küche wieder sauber, um in Ruhe zu frühstücken und von meinen Putzmitteln, aber dann um 7h morgens, wenn Mrs Schwepu gerade von ihrem Discobesuch eingeschlafen ist.

Und ich putz ja auch so gerne mit ziemlich lauter Musik. Wenn sie Pech hat, fange ich noch an zu singen.

Vielleicht sollte ich auch mal andere Musik hören??? Ich glaube, Wolfgang Petry habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Ich denke, das ist für alle die fairste Lösung: Ich habe eine saubere Küche zum gemütlichen Frühstück, habe den Tag mit Musik, Geang und Tanz begonnen und Mrs. Schwepu lernt mal, dass das Leben nicht nur Disco-Spaß und Schlaf ist.

Was meint Ihr??? – Gut oder nicht gut.

Wake me up before you gogo

Also heute Morgen kam die Rache. Kurz bevor ich zur Arbeit fuhr, kochte ich in der Küche meinen Kaffee und hörte dabei ganz laut Musik. Was soll ich sagen? Wer kam mit müden, kleinen Augen aus seinem Zimmer in die Küche? – Richtig, Mrs. SchwePu. Sie bat mich, doch bitte die Musik leiser zu stellen.

Leider tat ich es. So ein Mist, warum bin ich einfach nur immer zu nett???

Kann ich nicht einmal fies sein? Ich habe doch so tolle Rachepläne. Warum schaffe ich es nicht, diese konsequent einzuhalten?

Aber Feindseligkeit macht alles nur noch schlimmer.

Mal sehen, ob sie es nicht selbst merkt, dass man sich in eine WG einleben und auch einbringen muss.

Obwohl sie heute Morgen früh aufgestanden ist, hat sie leider nicht die Zeit zum Spülen genutzt. Schade. Aber vielleicht morgen.

Ich denke, irgendwann bekommt sie Hunger und braucht den bis jetzt noch verschmutzten Topf…und dann wird sie wohl oder übel spülen müssen und wenn’s mit ihrem noch vorhandenen Kloreiniger ist🙂

4 thoughts on “Ich glaube, ich bin im Irrenhaus

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