You take my self control oder another brick in the wall?

Ok, dass ich verliebt bin, sagte ich ja bereits. Aber es ist das erste Mal, dass ich wirklich verwirrte Dinge tue, wenn ich ihn sehe. Also, ich kenne ihn ja von der Arbeit. Manchmal plane ich meinen Tagesablauf so, dass ich häufiger in seiner Gegenwart bin – also Büro und so. Dann unterhalte ich mich immer mit meiner Kollegin (ein bisschen – darf ja auch nicht auffallen, dafür brauchen wir keine Raucherpause, es ist sozusagen unsere Nicht-Raucher-Pause) und dann sehe ich ihn, grüße und versuche die Unterhaltung mit meiner Kollegin weiterzuführen – ohne Erfolg. Neulich hatte ich doch tatsächlich komplett den Faden verloren, stammel dann soetwas wie:“Eh, ja, wo waren wir gerade? … ich weiß gerade nicht … ich muss mich erstmal wieder konzentrieren.“

Oh mein Gott, ich hoffe, sie hat nichts gemerkt. Das wärs noch, nach dem Trouble von letzter Woche, fehlen mir gerade noch Redereien über meine Schwärmereien am Arbeitsplatz.

Auch witzig – nur leider nicht für mich – war als ich nach unserer Begrüßung mich wandte, um weiterzugehen und dabei fast meinen gefühlten zwei Meter großen Abteilungsleiter umgerannt hattt.

Ich weiß nicht, machen das die Hormone? Ich bin doch sonst ein so realistischer, sachlicher und rationaler Mensch.

Einmal kam er mir auf dem Weg zur Glastür entgegen und ich marschiere verträumten Schrittes Richtung derselbigen. Da Glastüren nunmal die Eigenschaft haben, transparent zu sein, ist es ja nur verständlich, dass sie nicht ins Auge fallen, sondern das Auge in sie fällt. Na gut, ich bin da gegen gelaufen, aber nur leicht – kurzes Reiben an der Stirn und weiter ging’s Richtung Wand, die ich im letzten Moment Gott sei Dank noch sah. Ein brick in the wall von mir hätte mir wirklich noch gefehlt, um der Lacher in der Firma zu werden.

Eine Mitarbeiterin sprach mich an: „Was machen Sie denn da?“ Ich antwortete zynisch: „Gegen die Glastür rennen, das sehen Sie doch. Warum fragen Sie überhaupt, wenn Sie es gesehen haben.“

Aber lieber wegen Hormonüberschüben als wegen Liebeskummer einen Schädel haben. Denn den habe ich nicht. Gut ich habe keine optimalen Chancen, mit diesem Mann ein glückliches Leben zu führen, aber ich freue mich, ihn zu sehen, seine Nähe macht mich weder unglücklich noch traurig und momentan gibt’s keinen anderen, den ich vernachlässigen würde. Außerdem kriege ich stets weiche Knie in seiner Gegenwart und dieses Kribbeln im Bauch, das kennst du doch auch? Ein neues Symptom, welches ich vorher auch noch nicht verspürte, ist so eine Art mentale Befriedigung, das ich alleine schon vom Anblick völlig weg bin.

Ich glaube, ich bin einfach nicht normal – aber sagen kann ich es ihm nicht. Vielleicht merkt er es trotzdem. Hoffentlich spricht er mich nicht drauf an – das wäre oberpeinlich.

Also, trotz meiner Beziehungs- und Bindungsängste, den Ängsten vorm Verlassen- und Verletztwerden, gibt es doch witzige Momente, die ich nicht missen möchte. Ich bin fast geneigt zu sagen, sie nehmen mir meine Ängste, auch wenn wirkliches Happy-End mit ihm in Aussicht ist.

Naja, aber der Weg ist das Ziel und vielleicht begegnen mir auf meinem Weg noch weitere Männer, die mich aus der Bahn werfen.

Komisch ist allerdings, dass ich genau vor einem Jahr, als es mit mir und meinem Ex kriselte, ich ihm sagte, dass mir das gewisse Etwas fehle, etwas, das mir den Boden unter den Füßen wegzieht und mehr Leidenschaft in unsere Beziehung bringt.

Et voilà, jetzt haben wir keinen Boden mehr, dafür jede Menge Leidenschaft ohne Leiden geschafft.

Was will Frau mehr?

Ja nagut, ich will Kinder….irgendwann. Bald. Jetzt. Sofort….ach, wenn ich mich damit jetzt unter Druck setze, dann kann ich es eh knicken.

2 thoughts on “You take my self control oder another brick in the wall?

  1. Du bist kein rationaler Mensch.🙂 Sicherlich kannst du auch rational sein, aber wenn ich deinen Blog so verfolge, bin ich mir ziemlich sicher, dass du mehr emotional als rational tickst. Und das ist auch gut so.🙂
    LG Sina

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