Meisner – China in his head

...ab auf dem Scheiterhaufen...

…ab auf den Scheiterhaufen…

Eigentlich wollte ich mich ja nicht an dieser Diskussion beteiligen. Doch eben erst habe ich hier einen Artikel gelesen, der die Ansichten und Thesen des Kardinals in Schutz nimmt. Und das kann ich einfach nicht so stehen und unkommentiert lassen.

Ich muss dazu sagen, dass ich nichts gegen Familie, Kinderkriegen und auch „Haushalt machen“ habe, solange es freiwillig und respektvoll geschieht. Wenn manche Frauen meinen, sie kümmern sich lieber um Familie und Kinder, dann ist das so. Oft verdienen deren Männer genug, um so die Familie auch ernähren zu können. Wenn dann jemand diese Frauen ermutigt, zuhause zu bleiben, ist das ok. Manchmal entscheiden sich auch die Männer für die Erziehung – auch ok, so lange es freiwillig geschieht und so lange diese Rolle von Respekt bzw. Achtsamkeit getragen wird. Was mich stört ist, dass unreflektiert ein Rollenbild übernommen bzw. oktroyiert wird, hinter dem diese Menschen vielleicht gar nicht stehen. Sie werden zum Zwecke der Kirche instrumentalisiert und erfüllen nicht ihr Leben, sondern die Vorstellung Fremder – in dem Falle die der kath. Kirche.

Auch habe ich etwas gegen Polemik bzw. grundsätzlich gegen Familie, Kinder etc zu sein, nur weil es nicht modern sondern spießig ist. Wie ich die ganzen Talkshows gehasst habe, in denen sie die Eva Hermann durch den Kakao gezogen haben und sie ob ihrer vermeintlich nationalsozialistischen Gedanken verurteilt haben – schlimm. Nur weil sie sich für Familie und Mütter sowie deren Respekt aussprach.

Nein, das ist nicht das, was mich an Kardinal Meisners Aussage stört.

Was mich rasend macht, ist, dass er meint, diese Form der Frau, so wie er sich das vorstellt, der Gesellschaft bzw. der Familie zu oktroyieren.

Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt, ist: „Wie vielen Priestern, Nonnen, Ordensleuten etc. pp hat Kardinal Meisner diesen Spruch gebracht?“

Wenn ein Priester aus reiner Menschlichkeit ein Kind gezeugt hat, hat er dann diesen MENSCHEN auch dazu ermutigt, sich um seine Familie zu kümmern und seinen Beruf bzw. seine Berufung aufzugeben?

Wenn eine Nonne (vielleicht auch gewollt) schwanger geworden ist, hat er sie dann auch ermutigt oder sogar aufgefordert, sich dem Vater des  Kindes und der Familie hinzugeben und ihren Beruf bzw. ihre Berufung aufzugeben?

Das wäre doch nur allzu kosequent laut seiner These.

Wie viele Kinder mussten, nur weil es der katholischen Kirche nicht in ihren Kram bzw. Dogma passte, ohne Vater aufwachsen, durfte ihn nicht kennenlernen oder in irgendeiner Form Zeit verbringen?

Wie viele Ordensfrauen haben aus Angst vor der katholischen Kirche ihre Kinder abgetrieben oder abgegeben? Wie viele haben sich dann doch für ihr Kind und für die Familie entschieden und laut Meisner ihren Beruf für die Familie aufgegeben? Aber dafür wurden sie von der Kirche verachtet, obwohl sie genau dasselbe taten, was Meisner hier den Frauen abverlangt.

Sind all die zerrütteten Familien und Menschenleben, in denen sich die Ordensleute gegen die Familie entschieden haben, denn so viel besser als die Familien, in den die Frauen ihre Kinder aufgrund ihres Berufes zeitweise für 5 oder 6 Studen in die Krippe oder in andere Obhut bringen. Sie kümmern sich wenigstens um sie im Gegensatz zu manchen Vertretern des Bodenpersonal Gottes.

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass ich diese Form der familiären Einmischung  bigott finde. Wer nicht -mangels Lebenserfahrung-mitreden kann, sollte es auch sein lassen.

Und wenn man durchdachte Thesen bringt, sollte man selbst auch konsequent sein, diese einhalten, indem man nicht Wasser predigt und Wein trinkt.

Ich zitiere die goldene Regel Jesu :

„Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.“
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“

Außerdem wer im Meißener Porzellanhaus sitzt, sollte nicht den ersten Stein werfen.

Für mich persönlich sind alle Vorstellungen zu Familie, Kinder, Haushalt, etc. legitim, sofern sie von Herzen kommen, keinem Zwang unterliegen und nicht nur durchgezogen werden, weil es irgendjemand Außenstehender so will. Dann wächst die Familie in Freiheit und Respekt, hier können Liebe sowie Vertrauen gedeihen. – That’s all!

One thought on “Meisner – China in his head

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