Frag nicht, was Du für Deinen Chef tun kannst, sondern was Dein Chef für Dich tun kann!

Früher – und vor allem im Referendariat dachte ich immer, ich müsse mich allen Gegebenheiten anpassen, für andere etwas lernen, für andere gut sein, damit andere auf mich stolz sind.

Was für ein Blödsinn. Jedesmal wenn ich etwas lernen musste und eigentlich auch Spaß daran hatte, habe ich mir diesen Versagensdruck aufgebaut.

Erst in den letzten Wochen an der Arbeit habe ich gemerkt, wie entspannter das Leben und das Lernen ist, wenn man wirklich für sich lernt, wenn man das Potenzial, was einem geboten wird, nutzt, um kreativ zu werden.

Klar, es ist zurzeit richtig anstrengend an der Arbeit und auch das Programmieren ist sehr arbeitsintensiv, aber ich versuche mir keinen Stress zu machen und selbst meinen Nutzen aus der Sache zu ziehen. Alles andere endet nur im Burnout – der Leistungsdruck lässt die Leistung sinken und es geschieht genau das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll.Auch wenn ich zurzeit meinen Ausbilder an die Wand klatschen könnte, habe ich momentan die Kraft, das auszuhalten, was ich nicht ändern kann und gleichzeitig bringe ich die Kraft auf, Dinge zu ändern, die in meiner Entscheidungsgewalt sind.

Leider werden zurzeit Mitarbeiter, die kreativ ihrer Arbeit nachgehen und dementsprechend nicht PROGRAMMIERBAR sind, aussortiert. Aber sollen sie doch – wenn wir keine fähigen Entwickler mehr in der Firma haben, fährt sie halt gegen die Wand. Kreative Köpfe werden immer ihren Platz und ihre Arbeit finden, wohingegen die bornierten Arbeiter mit Scheuklappen vor den Augen ihren Wagen immer selbst in den Sumpf katapultieren.

Aber wer hilft mir, wenn the brain nicht mehr da ist – mein Ausbilder ganz bestimmt nicht. Muss ich mir selbst helfen. Not macht erfinderisch – warum auch nicht – ich denke halt gern . Und heute habe ich somit auch meine Abfrage im Code auch sehr gut alleine optimieren können. Im Grunde ist es nicht schwer, aber der Weg dort hin ist steinig. Aber hey – ich werde die Sache jetzt nicht nur nach dem Ergebnis her beurteilen, sondern nach dem Weg. Nicht das, was der Chef will ist entscheidend, sondern was kann mir mein Chef an Aufgaben bieten, die mir Spaß machen, die mich gedanklich- kreativ weiterbringen – und am Ende hat der Chef als Dankeschön zufriedene Mitarbeiter, die gerne effektiv ihrer Arbeit nachgehen und trotz dieser Effektivität keinen Burnout bekommen.

So schön könnte es sein – aber ich weiß genau, mein Leistungsdruck wird wiederkommen, weil ich immer versuchen möchte, es allen recht zu machen, andere zu bedienen und mich unter deren Diktat stellen, ohne dabei an meine Bedürfnisse zu denken.

Dennoch wäre der gesündere Weg, der oben beschriebene und wenn ich ihn nur teilweise bestreiten kann, dann ist viel gewonnen.

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