Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr…

als der Limburger Bischof zum Finanzamt.

Ich wusste ja, dass – besonders die katholische Kirche – gerne Geld für Prunk auszugeben, anstatt es für Zwecke zu verwenden, die anderen Menschen helfen können. Anscheinend ist die katholische Kirche auf hilf- und mittellose Menschen angewiesen.

Der Staat hält uns arm und die Kirche dumm, das ist schon immer eine Volksweisheit gewesen. Natürlich hält er nur diejenigen arm, deren Meinungen nicht umgesetzt werden. Bestimmte Menschen müssen aber reich bleiben, weil der Staat davon profitiert. Das nennt man dann Lobby. Die Kirche hält ja auch nicht alle dumm, sondern nur diejenigen, die nicht mit ihr in ihren Kreisen kooperieren. Wahrscheinlich durfte deshalb „Ratzi-Schatzi“ im Bundestag sprechen und deshalb fährt Merkel auch immer zu solch katholisch-klerikalen Veranstaltungen, obwohl sie doch eigentlich protestantisches Pfarrerstöchterchen ist.

Deshalb bin ich mir auch mittlerweile gar nicht so sicher, wer von den beiden – Staat oder Kirche – uns dumm und wer arm hält. Ich glaube, die sprechen dann immer auf diesen Treffen ab, wie sie die Arbeit verteilen. Durch Bildungsreformen und mangelnde Investitionen in die Bildung ist der Staat ja auch maßgeblich an der Verdummung beteiligt.

Und wenn dann noch so ein Limburger Bischof den Eindruck entstehen lässt, Kirchengelder zu veruntreuen, scheint der Übergang ja fließend zu sein.

Wenn der Bibelspruch wirklich stimmt – „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, statt ein Reicher ins Himmelreich“, dann möchte vielleicht nicht jeder katholisch geistliche Würgenträger Würdenträger dorthin. Wessen Würde tragen die eigentlich? Die tragen eher das Blut und das Geld ihrer Gläubigen aus der Ganzen Welt in Form von teuren Brokatkleidern am Körper.

Schon ein Wunder, wie sich solch eine Inkonsequenz Jahrtausende halten kann.

Vielleicht wäre die Schweiz oder Luxusburg- eh Luxemburg –  besser für ihn.

Bildung und Geld sind nur noch ein Privileg der Minderheit und Umverteilungen scheinen den Reicheren als ungerecht, da jene ja hart gearbeitet haben für das Geld. Wer arm ist und trotzdem etwas im Kopf hat, schweigt dennoch, denn: „Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing.“ Und ärmer möchte keiner werden.

Ich will auch gar nicht bestreiten, dass reichere Menschen hart für ihr Geld gearbeitet haben. Das glaube ich schon, nur ist man erst einmal in den richtigen Kreisen, lässt es sich „legitimer“ schnorren, wie wir an unserem Ex-Bundespräsidenten Wulff gesehen haben.

Auf der anderen Seite kann man auch mit solidem Einkommen glücklich und zufrieden werden. Je mehr er hat, je mehr er will. Mir reicht es, wenn ich am Wochenende meinen Cappuccino im Café trinke, ausreichend zu essen und zu trinken habe und mir ab und zu eine Kleinigkeit gönnen kann. Glück ist nur bedingt vom Geld abhängig, vielmehr zählt, was man aus seiner Zeit hier auf Erden macht und wie man sich selbst in den Gestaltungsprozess des Lebens einbringen kann, ohne sich an andere zu verkaufen.

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