Ein Landei plumpst vom Himmel

Nun ist es soweit: Am Montag werde ich zum ersten Mal fliegen. Ich, das Landei, das bodenständige Landei. Die Betonung liegt auf bodenständig. Das bin ich nun mal als Stier Aszendent.

Ich fliege dienstlich von Hamburg nach Stuttgart. Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite habe ich Respekt vor dem Fliegen.

Aber ich bin präpariert: Nasennebenhöhlen sind frei, extra Ohrenstöpsel, die den Druckausgleich begünstigen, Kaugummi, Aspirin und alles in eine Tasche gepackt, die als Handgepäck durchgeht.

Außerdem fliege ich das erste Mal nicht alleine, sondern zwei Kolleginnen begleiten mich.

Fliegen ist das sicherste Verkehrsmittel; das ist eine Tatsache, die mich sehr beruhigt. Ich hoffe nur nicht, dass ich bei meinem Glück die wider Erwarten über Deutschland abstürze und sämtliche Statistiken damit zunichte mache.

Aber ich werde jedenfalls berichten, wenn ich entweder im Hotel bin oder in der Mittagspause mir einen Rechner schnappe.

Vielleicht lenkt mich die Flugreise von meinem Flüchtigkeitsfehler ab, der überhaupt keinerlei Auswirkung auf meine Note hat. Dennoch ärgert mich das immer noch. Wenn man etwas kann, richtig bearbeitet und dann auf den letzten Metern etwas übersieht.

Bei der Concorde war das vor 14 Jahren ähnlich. Super präpariert und dann nur einen kleinen, spitzen Gegenstand auf der Rollbahn übersehen und der ganze Airbus steht in Flammen. Präzision ist manchmal alles und rettet Menschenleben. Kein Vergleich mit meinem Flüchtigkeitsfehler (aus „Hirn, wo bist Du?“)

15 thoughts on “Ein Landei plumpst vom Himmel

  1. Du bist wirklich noch nie geflogen? Es wird ein tolles Gefühl sein, wenn das Flugzeug beschleunigt, Du in den Sitz gedrückt wirst, der Blick von oben auf die kleinen Städte. Ganz viel Spaß.

    • Nein, noch nie geflogen, auch noch nicht von einer Schule🙂 Ich wollte den Start filmen, aber das wird nicht erlaubt sein wegen der Elektronik. Auf das Reindrücken in den Sitz freue ich mich auch schon🙂 Das bin ich allerdings von der Berg-und Talbahn gewöhnt.

      • Kein Vergleich mit der Berg- und Talbahn. Die Elektronik stört nicht. Du solltest die Kamera aber erst rausholen, wenn die Flugbegleiter selbst sitzen, sonst wirst Du ermahnt. Das wird so cool werden.

      • A propos unnütze Gedanken: Ich habe mich voll überversorgt mit Reisetabletten, Videos vom Fliegen und Abstürzen, Ohrenstöpseln, Aspirin und Druckausgleich. Voll der Hype für 1h10min Flug. Aber ich glaube schon, dass das spannend und aufregend wird.

      • Das dachte ich mir schon, aber es ist halt das erste Mal und ich bin etwas aufgeregt. „Irgendwann ist immer das erste Mal.“, sprach die Nonne und legte sich schlafen.

      • Bei mir hat sich das Fliegen bislang noch nicht ergeben. Früher sind wir häufig innerhalb Deutschlands mit dem Auto verreist und so wirklich getraut habe ich mich nie. Aber morgen MUSS ich ja beruflich fliegen und es ist ja auch nicht lange.
        Es soll auch Menschen geben, die nicht nur Angst vor dem Fliegen ob der Höhe, sondern wegen der Enge in dem Flugzeug haben. Man sitzt ja fest und kann während der Flugzeit ja nicht einfach aussteigen. Das stelle ich mir dann bei einem 8h Flug ziemlich gruselig vor.

      • Wenn Du einen 200 kg Mensch neben Dir hast, dann kann es eng werden, aber ansonsten habe ich es nie als zu eng empfunden. Klar, nach 8h Sitzen hat man die Nase voll.
        Hast Du Dir schon überlegt ob Gang oder Fenster? Ich bevorzuge Gang, andere Fenster.

      • Sehr schön. Immer daran denken, dass solange der Pilot nicht „Attention through“ ruft ist alles in Ordnung. Ich sass mal neben einen Piloten und habe ihn den ganzen Flug mit Fragen „gequält“, die mich schon immer interessiert haben.

        Guten Flug

  2. Es liest sich amüsant wie Du Dich vorbereitet hast. Hmmm bei meinem ersten Flug war ich 34, Stuttgart – Münster in ’ner kleinen Maschine mit etwa 50 Plätzen. Meine größte Sorge am Abend vor dem Flug war – ich verschlafe😉.
    Die Kollegin die mich seinerzeit begleite hatte, war von irgendwem eingeweiht worden und hat dann, während ich aufgeregt aus den klitzekleinen Fenstern gestarrt habe, bei der Stewardess Sekt bestellt.
    Mittlerweile sind diese Kurzstreckenflüge (leider) Routine geworden und so mache ich mir einen Spass aus den Passagieren die beim Aufruf am Gate offensichtlich der Meinung sind, sie wären schneller am Zielflughafen wenn sie früh einsteigen.
    Hoffe Du konntest Deinen Flug genießen (und meine „Landsleute“ verstehen)!
    Grüße 64er

    • Hallo 64er, danke für Deinen Kommentar. Ja, ich habe mir viel zu viel Stress mit meinem ersten Flug gemacht. Es war wirklich alles nur halb so schlimm. Selbst meine Ohren bzw. mein Trommelfell haben mitgespielt und ich bin heile wieder angekommen. Den Rückflug konnte ich sogar genießen und habe deshalb Fotos gemacht.

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