Everytime you go away or stay?

Ich habe beschlossen, zu gehen – zumindest innerlich. Ich habe keine Lust mehr zu warten und unerfüllbaren Erwartungen hinterher zu laufen.

Ich versuche mich innerlich zu lösen, soll Solitary man doch solitary bleiben, ich will nicht mehr so wie bisher.

Auch wenn ich solitary bleibe, das ist mir egal. Irgendwann kommt die Zeit, an der es gilt,  innerlich zu gehen und die Situation sachlich zu sehen. Ich kann nicht mehr – es tut mir leid.

Aber es ist wirklich ein Phänomen, dass alle Männer – egal ob ich Interesse habe oder nicht –  die Tendenz zum Gehen haben. Letzte Woche der Schwachmat aus Hamburg, vor drei Wochen der externe Mitarbeiter, der plötzlich die Teamviewer – Session beendete, weil ich ein Problem lösen wollte mit ihm zusammen, mein Ex-Freund, dem unser Konflikt zu viel wurde und er sich dessen nicht stellen konnte und nun Solitary man, von dem es nichts Neues zu berichten gibt, noch vor einem Jahr winkte er mir aus dem Fenster zu, benahm sich in meiner Gegenwart süß nervös und suchte den Kontakt. Nun seit wir umgezogen sind in ein anderes Gebäude, hat sich eine Distanz aufgebaut, die ich so  nicht mehr ertrage und in der ich so nicht leben möchte. Er hat wirklich alle Möglichkeiten dieser Welt, dieses Schweigen zu brechen, mir einfach mal eine E-Mail zu schreiben, mich anzurufen, in das andere Gebäude zu kommen, sich mit mir zu verabreden – andere Männer trauen sich doch und fragen mich.

Nein, wenn er wollte, hätte er diesen Schritt längst unternommen – everytime, he goes away und ich hätte mir gewünscht, dass er geblieben wär für ein Stückchen mehr Konstanz in meinem Leben.

I’ll be what I am – solitary man.

4 thoughts on “Everytime you go away or stay?

  1. Hallo Elster!

    Vielleicht ist das ja eine Gelegenheit, den Fokus mal auf dich zu richten – ins Innere zu schauen und zu fragen: „Was möchte ich?!“. Zeit für dich haben, dir etwas Gutes tun.
    Als ich deine Posts der letzten Wochen und Monate so durchgeschaut habe, kam mir der Gedanke, dass du dich irgendwie selbst verloren haben könntest, denn du scheinst dein Selbstbild sehr stark von anderen abhängig zu machen. Es scheint mir, als würdest du dich über deine potentiellen Partner und Liebschaften und die Probleme, die sich dann auftun, evtl mit ihrem Scheitern, identifizieren.
    Ich glaube, dass du eine tolle Frau bist, die wirklich sehr viel Tiefgang und Cleverness mitbringt, das kann man aus deinen Texten herauslesen. Aber was da noch mitschwingt, ist eine sehr große Traurigkeit, Unsicherheit, wahrscheinlich auch ein gewisses Maß an Selbstzweifel.
    Ich kenne dich natürlich nicht wirklich, weiß nicht wie du dich im realen Leben gibst, kann nur beurteilen, was ich hier lese, aber meistens ist es so, dass wenn man mit sich selbst zur Zeit so zu kämpfen hat, man das auch unbewusst nach außen trägt. Vielleicht ist dann wirklich die beste Methode einen Partner zu finden, sich erstmal selbst zu erforschen, sich selbst neu zu hinterfragen, sich selbst kennenzulernen. Ich habe derzeit eine Psychologin, die mir hilft ein paar Dinge aus meiner Kindheit zu verarbeiten und sie hat mich erst wieder in Bahnen gelenkt, wo ich jetzt sagen kann: ja, das bin ich! Ich hätte nicht gedacht, dass mir jemand Fremdes dabei helfen könnte, mich mit mir selbst vertraut zu machen (klingt doch irgendwie widersprüchlich nicht wahr?!). Von daher kenne ich das Gefühl und kenne auch die Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe, aber peu a peu geht es bei mir aufwärts und ich hatte auch inzwischen wieder Beziehungen, die man als normal bezeichnen könnte.
    Wie du in deinem anderen Eintrag schon geschrieben hast, magst du es professionell, vielleicht hättest du dann auch Spaß daran, zusammen mit einem Psychologen dein Inneres zu erforschen. Ich kann es nur empfehlen, es ist sehr spannend was man über sich selbst lernt – also keine falsche Scham oder Angst.

    Ich hoffe inständig, dass du diesen Kommentar nicht als anmaßend ansiehst, weil ich Vermutungen über Dinge anstelle, die sehr persönlich sind und vor allem auch deshalb, weil ich dich eben nicht privat kenne, aber ich schreibe mit guten Absichten und wünsche dir aufrichtig, dass du glücklich wirst.

    Liebe Grüße
    Tom

    • Lieber Tom,

      danke für Deinen langen Kommentar. Ja, ich bin unsicher und definiere mich häufig über die Meinung anderer.
      Aber ich habe es so satt, alleine zu sein. Ständig habe ich Zeit damit verbracht, nach Innen zu sehen, über mich und mein Leben, meine Erfahrungen und meine Vergangenheit nachzudenken, seelisch gesund zu werden, ob mit oder ohne Therapeut. In diesem Blog tue ich nichts anderes, als über mich nachzudenken, mich zu erkunden, in mein Innersten zu sehen und meine Lehren bzw. Alternativen daraus zu ziehen. Ich habe es so satt, erst gesund zu werden, bevor ich geliebt werden kann und/oder selbst zu lieben. Es ist Schwachsinn – man kann auch Lieben lernen, wenn man (noch) nicht seelisch gesund ist. Vielleicht ist die einzige Krankheit, die Angst nicht geliebt werden zu dürfen und die Heilung besteht darin, es zuzulassen, sich und einem Partner die gemeinsame Liebe zu erlauben.
      Liebe Grüße
      Schwarze Elster

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