Man to go oder Männer nur ambulant

Eine gute Freundin von mir, welche 40 Jahre älter ist als ich, sagte mir mal, dass man Männer am besten nur ambulant genießen sollte. Ich glaube, sie hat Recht. Viele Beziehungen scheitern und immer wieder wird nach dem Grund oder dem Schuldigen gesucht, ohne dabei zu bedenken, dass es vielleicht in der Natur der Sache liegt, dass man nicht ewig bei einem Menschen bleiben kann, ohne sich neu zu verlieben oder einfach so unglücklich mit dem Partner zu werden. Die Evolution ist auf Artenvielfalt aus und die bedingt nun mal einen Partnerwechsel bzw. häufige Partnerwechsel. Statt wie vorgenommen, viel zu schreiben, las ich viel. So auch Artikel zum Thema „Liebe“ in der Frankfurter Rundschau. Unter anderem war dort ein Artikel von einer Psychologin, die Personen mit Bindungsängsten bzw. -störungen behandelt. Ich weiß nicht, ob alle Menschen, welche Single sind, psychisch eingeschränkt sind. Ich denke, das kann man nicht verallgemeinern. Es gibt viele Menschen, welche in kranken Beziehungen leben und es gibt Menschen – ich denke ich gehöre dazu – die einfach in keiner kranken Beziehung leben wollen und sich deshalb schnell wieder trennen oder eine Beziehung nicht eingehen. Den Artikel als solchen fand ich mal wieder total selbstgerecht. Nur weil die Dame höchstwahrscheinlich eine Beziehung hat, womöglich noch intakt, oder sie denkt nur, dass diese intakt sei, meint sie alle diejenigen, welche keine Beziehung haben, müssten eine psychische Störung haben. Das hat sie nicht so gesagt, aber so las sich der Artikel. Ich denke, beide Parteien können sowohl krank als auch psychisch ausgeglichen sein. Ich für meinen Teil habe es aufgegeben, DEN MANN zu finden. Ich nehme die Männer nun, wie sie KOMMEN und wenn es nur einen Monat dauert wie beim letzten Mal, ist es auch ok. Ich achte auf mich, registriere das, was mir gut oder nicht gut bekommt und handle für mich und für mein Ego. Denn nur dem bin ich verpflichtet, ich bin keinem Mann verpflichtet und muss für den die Pille nehmen. Entweder man einigt sich, oder man lässt es bleiben. Komischerweise besagte ein anderer Spruch in der FR zu dem Thema, dass Menschen, die noch nie verheiratet waren, sich zunehmend wohler und gesünder fühlten. So etwas hört man auch oft von Mönchen und Nonnen. Weil sie sich nicht über ihren Partner aufregen müssten, gebe es weniger „Herzprobleme“. Schon komisch, die Singles sind schon krank und diejenigen, welche in Beziehungen leben, werden noch kränker…. Ein weiterer schöner Spruch aus der Frankfurter Rundschau zum Thema „Liebe“ war, dass man die Liebe wagen muss trotz aller Endlichkeit und das stimmt. Jede Liebe kann enden und einen neuen Weg einschlagen, aber dennoch sollten wir es wagen, dieses Risiko des Verlassenwerdens einzugehen und Liebe leben, denn das erfüllt. Das ist Liebe: Risiko eingehen und wagen. Ich schrieb schon mal so etwas Ähnliches im Artikel „If you leave me now…“ Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass alle Männer gleich sind und die Frauen nur zu ihren Gespielinnen erziehen wollen. Der Letzte war doch tatsächlich so naiv und blöd, dass er dachte, ich könne ihn nicht durchschauen. Ich kam von der Arbeit und er wollte mit mir zu Ikea, um dort angeblich Hotdog zu essen. Ich stimmte ein, denn ab und zu muss man auch mal ernährungsbedingt sündigen. Aber er wollte gar nicht zu Ikea, sondern zum nahegelegenen Saturn. Er sagte: „Oh, lass uns doch dort mal gucken. Darf ich…?“ Wir gingen hinein, ich wollte auch mal neugierig sein und ich dachte, wir stöbern… Aber er wollte gar nicht nur stöbern, sondern zielgerichtet sich einen Ghettoblaster ansehen und er hatte zuvor schon telefonisch nachgefragt. All das stellte sich heraus, weil er sich verplappert hatte. Zu blöd zum Lügen. Keine Kohle für seinen zweijährigen Sohn, aber Kohle für einen 250€ teures Musikgerät, mit dem er dann zusammen mit seinem Lütten Musik hören will, um ihm mal etwas  zu bieten. Er wollte danach wirklich noch Hotdog essen – ich aber nicht. Ich gab ihm zu verstehen, dass ich mich nicht manipulieren und unter Vorspiegelungen falscher Tatsachen zu irgendetwas hinreißen ließe. Er könne gerne Hotdog essen, ich verzichte. Männer glauben wirklich, sie könnten mit uns Frauen machen, was sie wollten. Und um uns still und gefügig zu halten, werden wir mit Kosenamen eingelullt (Ach Schnuckelchen, Du bist so süß, wenn Du…). Ich könnte ins Essen brechen!!! Noch schlimmer sind diejenigen, welche Gedichte schreiben oder Blumen mitbringen. Mein Ex-Ex-Freund schenkte mir immer Blumen, wenn er sich mal wieder daneben benommen hatte. Nur schlechtes Gewissen, wenn überhaupt, vielleicht nur ein billiger Manipulationssversuch, damit man beim nächsten Mal wieder auf seine Maschen hereinfällt. Ich bin lieber eigenständig im Denken und Handeln, als mir von irgend so einem Penis-Träger befehlen zu lassen, was ich tun soll – und am besten noch in welcher Reihenfolge. Nein, nicht mit mir. Ich habe letzte Woche im Zug das Buch von Norah Vincent „Mein Jahr als Mann“ gelesen und dort zeigte sich mal wieder, wie Männer wirklich denken. Sie sind die Größten und die Frauen ordnen sich unter. Beobachtet man Frauen in der Gesellschaft, fällt häufig auf, dass sie sich zurücknehmen: leiser sprechen oder die Beine kreuzen, um nicht so viel Platz einzunehmen. Männer hingegen dehnen sich aus, sitzen breitbeinig und reden lauter bzw. tiefer und imposanter. Ich versuchte dann im Zug meinem Gegenüber mal mit männlichen Verhalten entgegen zu wirken. Scheiße war das anstrengend. Ich saß breitbeinig und die Beine ganz weit von mir weg. Er – ein breiter, ekelhafter Macho – merkte mein Aufblühen und hielt dagegen. Er hat doch tatsächlich sich noch breiter gemacht. Seine breiten Füße berührten ständig die meinigen und er versuchte ständig mit seiner Wade meine Beine wegzudrücken. Das war anstrengend, dem entgegenzuwirken, weil der Körperkontakt mir sehr unangenehm war. Irgendwann legte ich mein linkes Bein auf die Mülleimerablage, um seinen widerlichen Annäherungen zu entkommen. So hatte ich keinen Kontakt und konnte mich dennoch ausbreiten. So viel erlebt in letzter Zeit und alles in fünf Minuten aufgeschrieben. Korrekturlesen werde ich später. Jetzt muss ich schlafen – Gute Nacht.

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