Nine to five…

Schön wär’s!

Es tut mir total leid. Ich kam die ganze Zeit nicht zum Schreiben.

Im Juli war ich bei meinen Eltern und ich musste zusehen, wie es meinem Vater immer schlechter geht. Hinzu kam viel Arbeit im August.

Ende August verstarb mein Vater und ich war und bin immer noch todtraurig. Ich vermisse ihn total und ich habe das Gefühl, als wäre er der einzige gewesen, der mich je verstanden hat und der immer zu mir gehalten hat, wenn der Rest der Familie gegen mich war. Nun bin ich allein und muss mich gegen den „Rest“ selbst verteidigen.

Im September kam dann der ganze Verwaltungskram, der sich auch jetzt immer noch hinzieht.

Die Arbeit im Job ist immer noch nicht wesentlich weniger geworden.

Immerhin habe ich es geschafft, mir eine neue Wohnung zu suchen, in der ich seit Anfang Oktober wohne und die saubere Küche sowie das aufgeräumte Bad genieße, ohne dass mir eine andere Mitbewohnerin in die Quere kommt.

Nun komme ich endlich dazu, in kurzen Sätzen meinen lieben Leserinnen und Lesern die Geschehnisse der letzten Zeit aufzuschreiben.

Gerade eben bin ich mit meiner Leergutstatistik fertig geworden und habe den Kunden über die Änderung informiert. Mein Gott bin ich froh, dieses blöde Problem endlich gelöst zu haben.

Während ich schreibe, erledigt die Putzfrau ihre Arbeiten und ich höre Don McLean mit American Pie.

Seit dem Tod meines Vaters ist mir klar geworden, wie schnell ein Leben zu Ende sein kann und welche Angst einem die Bewusstheit über die eigene Vergänglichkeit  machen kann. Das einzige was bleibt, ist die Musik und als ich letzte Woche so mit Autoradio durch das Sauerland fuhr, hörte ich Musik aus verschiedenen Jahrgängen und für einen Moment war ich wieder in dieser Zeit angelangt. Musik zu hören ist eine Zeitreise, sie gibt einem (wie HR 1 das so schön sagt) das Gefühl (von damals) zurück.

Aber nur das Gefühl und nicht den Menschen, einen Konflikt, den ich momentan nicht greifen kann, weil mein Papa nicht mehr da ist und ich mich nicht mehr mit ihm unterhalten kann, jemanden, dem ich wichtig war und der nicht nur vorgab, mich zu mögen.

Außerdem vermisse ich noch solitary man, den ich schon drei Monate nicht mehr gesehen habe. Ich könnte mal wieder einen Talk im Turm vertragen.

Am Wochenende werde ich versuchen, mal wieder meine Erfahrungen aus dem Buch von Marilyn French „Frauen“ nieder zuschreiben. Hier wollte ich das Thema „Sex“ und die Rolle der Frau bei dem Mitspracherecht beäugen.

Außerdem habe ich mir ein paar ältere Emma-Zeitschriften bei Ebay-Kleinanzeigen besorgt, um aufzuzeigen, wie das Thema Emanzipation publiziert wird und ob es nicht an der eigentlichen Problematik vorbei zieht.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Herbstabend. Hier im Norden wird es ein Tee-ich muss mich aufwärmen-Abend. Es regnet in strömen.

///Zum Beitragsbild: Ein Bahnhof ist in der Traumdeutung ein Symbol für Tod und Neuanfang!

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