Sich mit-teilen

Auf den Anderen eingehen,

sich verstehen,

den Anderen sehen,

achtsam sein

ohne viel zu reden, einfach den Anderen wahrnehmen

den Anderen in seiner Unterschiedlichkeit akzeptieren

und sich auf ihn einstellen.

Du bist Du – ich bin ich

und das ist gut so.

 

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She drives me crazy – nothing’s gonna stop me now

außer der Polizei im Dienst.

Schon mal probiert, bei dem Lied „You’re more than you know“ langsam zu fahren?

Ich schaffe es nicht! Nur ausgerechnet muss das Lied genau dann laufen, wenn ich an der Polizei vorbeifahre.

Zur Erklärung, ich dachte mir am Freitag, dass ich spontan den Montag und Dienstag wegen des Feiertages am Mittwoch freinehmen könnte, um zu meiner Familie ins Sauerland zu fahren. Es hat auch alles prima geklappt. Ich kam gut durch, bis Paderborn Mönkeloh kaum Stau! Auf nach Scharfenberg. Und kurz nach dem Ortschild lief dann „You’re more than you know“ und statt abzubremsen gab ich Gas. Mit meinem alten Corsa und dessen 60PS wäre mir das nicht so schnell passiert. Ich hatte so gute 70 km/h drauf. Mit meinem neuen – gebrauchten 80PS Golf geht das ja auch einfacher! Ich dachte mir auch nichts Böses, es war 12h da sitzt der gute Sauerländer Katholik bei Mutti am Mittagstisch und kehrt nicht die Straße. Das passiert zwischen 16h und 18h kurz vor der Vorabendmesse.

Leider muss die Polizei im Sauerland evangelisch sein, denn sie standen wirklich dort in Scharfenberg an der Kirche, aber nicht aus religiösen Gründen, sondern um die Stadtkasse mit Bußgeldern zu füllen. Ja, ich wurde natürlich herausgewinkt und wusste auch wieso!

„Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!“ Oh Mann, seit sieben Jahren kein Ordnungs- oder Bußgeld mehr wegen zu schnelles Fahren bezahlen müssen.

„Sie wissen ja, warum wir Sie anhalten?!“ Ja klar, weil die Kasse in Brilon mal wieder einen kleinen Zuschuss benötigt – sagte ich natürlich nicht, sondern nickte nur mit hochrotem Kopf.

Ich kramte in meiner Handtasche nach den geforderten Dokumenten und war heilfroh, dass Sauerländer Polizisten zwangsläufig keine Drogenspürhunde mitnehmen, ansonsten wäre mein Abendtee für die nächsten Tage in Gefahr geraten. Aber Sauerländer sehen und hören das Gras nicht so schnell wachsen.

Der eine Beamte studierte meine Papiere akribisch, während der andere mir mitteilte, dass mich der ganze Spaß 35€ kostet, 5 km/h mehr und ich wäre mit 80€ plus einem Punkt dabei gewesen. Das durfte ich dann auch gleich mit Karte zahlen, denn Bargeld dürfen die Beamten keines mehr annehmen. Ja, da bleibt ja vor lauter Bußgeld kaum noch etwas für das Busgeld übrig, wenn ich in der nächsten Zeit mal etwas auf das selbstständige Autofahren verzichten möchte. Aber so weit sind wir ja noch nicht.

Im Sauerland bei der Familie endlich angekommen und Muttis warme Samstagssuppe gegessen, bin ich nun glücklich. Gleich geht es  mit einer alten Schulfreundin in die Disco alte Zeiten aufleben lassen.

 

 

 

Alles Lüge oder the power of love?

Mein Liebesleben ist schnell erklärt: Ich verliebte mich meistens auf den zweiten Blick, nachdem es schon zu spät war. Das Interesse eines Jungen (später Mann) ließ schlagartig nach, nachdem ich mich verliebt hatte und erfachte, wenn ich mich wieder entliebt … Weiterlesen

Looking for love – baby don’t hurt me (Teil 1)

Dies soll eine fortlaufende fiktive Erzählung sein, in der ich verschiedene Etappen meines persönlichen Lebens verarbeiten möchte. Da ich in der Jugend anfange, klingt der Anfang (unbeabsichtigt, aber in der Natur der Sache) etwa nach Teenager-Roman.

Tina ist ein 13-jähriges Mädchen mit schönen blonden Locken und blauen Augen. Vor zwei Wochen hat sie angefangen, sich zu schminken. Täglich benutzt sie Eyeliner, Kajal und Wimperntusche – manchmal auch etwas Lidschatten.

In zwei Tagen soll es soweit sein. Britta und sie werden auf ihre erste Party gehen. Lukas aus dem Jahrgang über ihnen wird 15 Jahre alt.

Tina und Britta freuen sich schon sehr. Tina überlegt nun, was sie anziehen soll. Sie geht zu ihrem Kleiderschrank, doch nichts Passendes ist zu finden.

Na gut, die enge Bluejeans will sie auf jeden Fall tragen, die sieht toll aus. Aber was für ein Oberteil?

Etwas Weißes würde toll aussehen – doch Fehlanzeige! Die beiden weißen T-Shirts, die sie besaß, sahen aus wie Unterhemden. Könnte Tina ihre Mutter dazu überreden, mit ihr Klamotten kaufen zu gehen?

Heute Abend beim Abendbrot wird Tina ihre Mutter einfach fragen. Bis dahin wird sie noch mal mit Britta telefonieren und fragen, ob diese schon weiß, was sie anziehen wird.

Britta ist auch noch unschlüssig, sie möchte gern einen schwarzen Rock und dazu eine weiße Bluse von ihrer älteren Schwester ausleihen.

Die Zeit bis zum Samstag verbringen Britta und Tina mit Anproben, in Bekleidungsgeschäften und vor dem Spiegel.

Jetzt ist endlich Samstagnachmittag und es geht schon um 15 Uhr los mit dem Aufbrezeln, obschon die Party erst um 18 Uhr beginnen soll. Beide Mädchen haben um 21:30 Uhr wieder zu Hause zu sein. Sie werden von ihren Vätern abgeholt.

Tina hat ihre enge Bluejeans angezogen und ein neues weißes Top, welches sie mit ihrer Mutter zusammen gekauft hat. Britta trägt einen schwarzen Rock und eine weiße Bluse, beides von ihrer älteren Schwester. Fertig geschminkt und aufgebrezelt sitzen sie schon um 17 Uhr bei Britta im Wohnzimmer und sehen fern. Denn wie beide schon wissen, sollte man nicht die ersten auf einer Party sein.

Auf der Geburtstagsparty lernt Tina Alexander kennen. Er ist genau ein Jahr älter als sie. Er zeigt mächtig Interesse, will ständig mit ihr tanzen, aber Tina ziert sich. Klar, er sieht gut aus und ist bei vielen Mädchen sehr beliebt.

In den nächsten Tagen in der Schule geht das Werben weiter. Schließlich willigt Tina ein, sich mit Alexander zu treffen. Beide verabreden sich für nächsten Samstag um 15 Uhr zum Eis essen in der Eisdiele. Wieder überlegt Tina, was sie anziehen soll, wie sie sich schminken soll und bespricht alles mit Britta.

Tina sitzt schon um 14:55 Uhr in der Eisdiele, weil sie nicht zu spät kommen will. Die Bedienung fragt sie, was sie bestellen möchte. Tina sagt, dass sie noch auf jemanden wartet. Es ist mittlerweile15:15 Uhr, Tina wartet immer noch. Die Bedienung kommt erneut. Sie bestellt einen Banana-Flip. Das Eis wird zu ihr an den Tisch serviert, es ist 15:30 Uhr. Alexander ist immer noch nicht da; Tina wartet. Sie beginnt ihr Eis zu essen, bevor es bei der Wärme schmilzt.

Es ist mittlerweile 15:45 Uhr und er ist immer noch nicht erschienen, das Eis ist aufgegessen und sie beschließt, noch bis 16:00 Uhr zu warten. Vielleicht ist Alexander etwas dazwischen gekommen oder er muss seinen Eltern noch helfen?

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es ist 16:05 Uhr und Alexander ist nicht gekommen.

Als Tina zu Hause ankommt, beschließt sie ihn anzurufen, seine Mutter nimmt ab und erklärt ihr, dass Alexander nicht zu Hause sei, ihm aber ausrichte, er solle sie zurückrufen. Auch auf diesen Rückruf wartet Tina diesen Abend vergebens.

Am nächsten Montag in der Schule hofft Tina darauf Alexander zu treffen, denn mittlerweile hat sie Gefallen an ihm gefunden, sonst hätte sie sich auf ein Date in der Eisdiele nicht eingelassen. Sie geht durch die Pausenhalle zu ihrem Klassenzimmer und ja, da sieht sie ihn alleine vor dem Vertretungsplan stehen. Doch er beachtet sie nicht, obwohl er sie gesehen haben muss.

Auch in den darauffolgenden Tagen meldet er sich nicht bei Tina, ruft sie nicht an und das anfängliche Werben hat aufgehört. Eine Woche später erfährt Tina von Britta, dass Alexander nun mit Nadine ginge. Tina fragt sich: „Was habe ich falsch gemacht?“

 

 

 

„Boys don’t cry!“ oder „Was ist Glück?“

Dies ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der Anfang der 70er Jahre in einer deutschen Großstadt aufwuchs. Seine Eltern hatten sich durch harte Arbeit ein Eigenheim für ihn und seine fünf Jahre ältere Schwester aufgebaut. Im Grunde fehlte es ihnen … Weiterlesen